Bodensee- Cup und Süddeutsche Meisterschaft 2025

Sportgemeinschaft "Einheit" e.V.

In die­sem Jahr sind Dirk „Keks“ und ich zusam­men bei Micha auf der R1418. Der Boden­see- Cup fin­det dies­mal zu Fron­leich­nam statt, da ja in der Him­mel­fahrts- Woche die ÖM am Traun­see aus­ge­tra­gen wurde.

Wir rei­sen wie gehabt bereits am Diens­tag an und wer­den wie­der herz­lichst begrüßt. Nach­dem das Boot abge­stellt ist und wir unser Quar­tier bezo­gen haben, bestel­len wir in der Gast­wirt­schaft des WVF alle drei erst­mal die Buda­pes­ter Pfan­ne – wie immer sehr lecker. Die Schwei­zer Dani­el, Tho­mas und Micha­el sind auch schon ange­reist und wir ver­ab­re­den uns für den nächs­ten Tag zum gemein­sa­men Pro­be­schlag auf dem See.

Mi, 18.06.2025 Nach Boots­auf­bau, Krah­nen und Sichern eines Lie­ge­plat­zes geht es wie geplant zusam­men mit SUI 185 bei herr­li­chem Wet­ter raus auf den See, um zu tes­ten und zu ver­glei­chen, wie das Boot läuft.

Nach­dem der Wind ein­schläft, neh­men wir alle noch ein küh­len­des Bad im glas­kla­ren Wasser.

Die Mitt­wochs­re­gat­ta am Abend fällt Man­gels Wind aus. Statt­des­sen sind wir von den Schwei­zern zum Käse- Fon­due ein­ge­la­den – ein sehr schö­ner und unter­halt­sa­mer Abend. 

Im Anschluss geht es noch an den Bier­wa­gen, wo wir unse­re Revier­nach­barn vom ESVK, unse­re Freun­de aus Wer­der und auch die meis­ten der ande­ren Crews begrü­ßen, die mitt­ler­wei­le ein­ge­trof­fen sind.

Do, 19.06.2025 – 1. WF- Tag Nach der Eröff­nung bei herr­lichs­tem Fei­er­tags­wet­ter durch Tho­mas „Ossi“ vom Gast­ge­ber­ver­ein und Wett­fahrt­lei­te­rin Clau­dia sowie den Schieds­rich­ter, wird zunächst erst­mal Start­ver­schie­bung gezogen. 

Nach­dem der Wind auf N/ NO gedreht hat, geht es am Nach­mit­tag raus. Es kommt aber kei­ne Wett­fahrt zustan­de, da der Wind immer wie­der dreht und zwi­schen­durch aus­bleibt. Nach­dem Abbruch und Start­ver­schie­bung auf den nächs­ten Tag ange­zeigt wird und wir uns in den Hafen bege­ben, setzt prompt der Wind ein – ärger­lich, da hät­ten wir doch noch ein oder zwei Ren­nen segeln können. 

Wir holen uns frisch geräu­cher­ten Saib­ling beim Fischer und beschlie­ßen dann beim Imbiss und Bier zusam­men mit unse­ren Segel­freun­den vom ESVK noch­mal raus­zu­fah­ren und das herr­li­che Wet­ter und den Son­nen­un­ter­gang zu genie­ßen. Deut­schi und Chris­toph, bei denen Jörg Möhri­cke mit auf­steigt sowie Eugen und Ole, bei denen sich Tino dazu gesellt, schlie­ßen sich an.

Als wir unter Spi die letz­te Run­de dre­hen, sehen wir plötz­lich einen Kopf zwi­schen den Wel­len auf­tau­chen – ein Schwim­mer, der sich wohl total ver­schätzt hat und durch ablan­di­gen Wind und Strö­mung meh­re­re Kilo­me­ter weit drau­ßen treibt und um Hil­fe winkt. Er wird von Chris­ti­an, Sascha und Mathi an Bord genom­men und wir segeln mit unter­ge­hen­der Son­ne Rich­tung Hafen.  Es muss wohl schon eine Ver­miss­ten­mel­dung erfolgt sein, denn als wir mit ein­bre­chen­der Dun­kel­heit ein­tref­fen und uns auf den Weg zum Anle­ger- Bier machen, fährt ein Groß­auf­ge­bot an Ret­tungs­kräf­ten mit Blau­licht an der Ufer­pro­me­na­de vor. Zum Glück kann der Ein­satz so abge­bro­chen werden. 

Fr, 20.06.2025 – 2. WF- Tag Ins­ge­samt wer­den vier Ren­nen gese­gelt. Wir star­ten bei schwa­chem Wind aus N/ NO, gese­gelt wer­den jeweils 2 Run­den Up and Down.  Es sind über­haupt nicht unse­re Ver­hält­nis­se und als ein Teil des Fel­des bereits im Ziel ist durch ist und der Wind auf Ziel­kreuz fast kom­plett ein­schläft, fal­len wir total zurück und gehen in der ers­ten Wett­fahrt als Letz­ter über die Ziel­li­nie. Im zwei­ten Lauf – der Wind hat etwas auf­ge­frischt und wir haben auf die 1,5 er Fock gewech­selt – läuft es zunächst bes­ser, bis wir uns beim Ton­nen­ma­nö­ver, obwohl wir Raum gewährt haben, nicht aus­rei­chend genug frei­hal­ten kön­nen und vom aus­schwen­ken­den Heck des anlu­ven­den Boo­tes auf der Innen­po­si­ti­on erwischt wer­den.  Die Luft ist wie­der kom­plett raus, wir gehen nach dem Mal­heur als 14. durch‘s Ziel und Micha über­legt abzu­bre­chen und an Land zu fah­ren. Schließ­lich tapen wir die Scha­dens­stel­le ab, segeln wei­ter und lan­den in den Letz­ten bei­den Ren­nen mit Platz 8 und 6 zwei­mal unter den ers­ten Zehn.  Damit bleibt die Hoff­nung auf aus­rei­chend Wind am Sams­tag und min­des­tens einer Wett­fahrt mit gutem Ergeb­nis, damit das ers­te Ren­nen als Strei­cher gewer­tet wird.

Unse­re Revier­nach­barn auf GER 190 segeln in den letz­ten bei­den Ren­nen zwei­mal auf Platz 3 – wirk­lich klas­se. An der Spit­ze liegt die Mag­gi- Crew mit drei Zäh­lern vor AUT 190 gefolgt von GER 1441 vorn. 

Abends gibt es lecke­res Gulasch mit Spätz­len, dann den Kul­tur­bei­trag der Uku­le­le- Band, die wie­der für tol­le Stim­mung sorgt. Im Anschluss fol­gen ein paar besinn­li­che Titel von Sabah und dann Musik vom DJ. Es wird wie­der ein lan­ger und sehr lus­ti­ger Abend.

Sa, 21.06.2025 – 3. WF- Tag Wett­fahrt­lei­te­rin Clau­dia lässt sich nach ihrem Geburts­tag, zu dem wir natür­lich alle herz­lich gra­tu­liert haben, von Tobi­as Wild­ner ver­tre­ten, der die Sache nach erst kürz­lich abge­schlos­se­ner Qua­li­fi­ka­ti­on sehr gut macht. Obwohl es erst gar nicht danach aus­sieht, setzt pünkt­lich mit dem Raus­fah­ren der Wind ein. Er hat auf S/ SW gedreht und bleibt kon­stant, so dass wir bei bei­den Ren­nen idea­le Bedin­gun­gen haben. In der ers­ten WF wer­den wir 10. und kön­nen uns im letz­ten Ren­nen mit einem rei­bungs­lo­sen Lauf mit Platz 3, hin­ter AUT1 und R1355 mit Deut­schi am Steu­er, belohnen.

Wir sind gespannt auf die Sie­ger­eh­rung. Vorn kann GER 1320 sei­nen ers­ten Platz ver­tei­di­gen und wir gra­tu­lie­ren Jens Magdanz, Ste­fan Mädi­cke und Frank Seku­ra zum Gesamt­sieg und zum Gewinn der Süd­deut­schen Meisterschaft.

AUT 1 schiebt sich mit einem 1. und einem 2. Platz in den letz­ten bei­den Ren­nen vor auf Platz 2 vor AUT 190, die im letz­ten Lauf ihren Früh­start nicht kor­ri­giert haben.

Wir lan­den letzt­end­lich auf Platz 9 und sind zufrie­den, dass wir es noch unter die Top Ten geschafft haben. Die ande­re Bran­den­bur­ger Crew – Chris­ti­an, Sascha und Mathi­as – sind am Ende mit zwei­mal Platz 3 ins­ge­samt immer­hin auf Platz 7 und die Crew GER 1355 mit Jür­gen Deutsch­mann, Harald Lud­wig und Eig­ner Chris­toph Richard belegt einen her­vor­ra­gen­den 5. Platz hin­ter GER 1441 mit Tino Bal­de­wein, Mat­thi­as „Mat­ze“ Mar­kow­ski Huhn und Eig­ner Bernd Muschke.

Wir bedan­ken uns für die, wie immer sehr herz­li­che und her­vor­ra­gen­de Bewir­tung an Land und Betreu­ung auf dem Was­ser bei allen Ver­ant­wort­li­chen, Orga­ni­sa­to­ren, Mit­wir­ken­den und Hel­fern des WVF.