Ali W. Cup 2022 und Berliner Meisterschaft der 20er Jollenkreuzer

Auf Initia­ti­ve unse­res Segel­freun­des Sascha vom ESVK haben wir den Ter­min für die tra­di­tio­nell ers­te Rang­lis­ten­re­gat­ta der 20er in unse­ren Ter­min­plan für die neue Sai­son mit aufgenommen.

Unser Boot stand ja noch vom ers­ten Test auf dem Arend­see und Über­füh­rung nach Bran­den­burg abfahrt­be­reit auf dem Trailer.

Pünkt­lich am Frei­tag- Nach­mit­tag kam ich mit Micha bei der TSG 1898 in Schmück­witz an und wenig spä­ter hing unser Boot nach etwas hin- und her ran­gie­ren am Kran. Bald traf auch Dirk ein, der sich freu­te dabei zu sein und für David ein­ge­sprun­gen war, der sei­nen Woh­nungs­um­zug bewäl­ti­gen muss­te. So waren wir zwei Vor­scho­ter statt anse­geln auf dem Beetz­see am Lan­gen See (Dah­me) zur ers­ten Regat­ta gleich in der Beset­zung vom letz­ten Jahr und mit der Crew, die unser Steu­er­mann Micha auch für die Ger­man Open geplant hat, dabei.

Auf dem Boot von Chris­toph Richard, der mit Sascha und eigent­lich Jür­gen Knei­ding als Steu­er­mann geplant hat­te, sprang kurz­fris­tig Tho­mas Luther vom Nach­bar-Ver­ein Schmöck­wit­zer Was­ser­freun­de ein und über­nahm das Ruder.

Ins­ge­samt haben 17 Boo­te für den 20. Alfred Wah­ren­dorf Erin­ne­rungs­preis, gleich­zei­tig auch Ber­li­ner Meis­ter­schaft, gemel­det. Die wei­tes­te Anfahrt hat die Crew von R 1380 auf sich genom­men, die vom Boden­see ange­reist ist. Alle sind froh sich nach dem Win­ter mit coro­nabe­ding­ten Ein­schrän­kun­gen zum Segeln wie­der­zu­se­hen und es gab eini­ges zu erzählen.

Am Sams­tag gab’s nach gutem Früh­stück und Eröff­nung man­gels Wind erst­mal Start­ver­schie­bung. Es zog zwar hin und wie­der ein schwa­ches Wind­feld durch, aber zu wenig für eine Wett­fahrt und nicht kon­stant. Sascha hat­te sein Spleiß- Set dabei und so wur­den auf Micha’s Schiff gleich an meh­re­ren Dynee­ma- Fest- und Ein­stell- Enden Schwach­punk­te besei­tigt und Opti­mie­run­gen vor­ge­nom­men. Am Nach­mit­tag nutz­ten wir die weni­gen Wind­stri­che und mach­ten einen kur­zen Abste­cher auf den Seddin­see, der bevor die Dah­me nach Süden in den Zeu­the­ner See über­geht in Rich­tung Osten abzweigt. Nach einem sehr lecke­ren Buf­fet, das der Ver­an­stal­ter bereit hielt wur­de es noch ein gesel­li­ger Abend.

Am Sonn­tag wur­de dann auch end­lich gese­gelt. Aus­ge­legt war ein Kurs den Lan­gen See hoch Rich­tung Grün­au. Nach einem nicht so guten Start lief es zuneh­mend bes­ser. Dabei kam uns die Län­ge des Kur­ses ent­ge­gen – ca. 1 1/2 Stun­den, so dass wir etli­che Plät­ze gut machen konn­ten und als 8. Boot durch’s Ziel gin­gen. Unse­re Freun­de auf R 1335 beleg­ten im ers­ten ren­nen Rang 10 – sie lagen anfangs weit vorn und muss­ten ertra­gen, wie die Kon­ku­renz unter Spinna­ker an ihnen vorbeizogen.

Die zwei­te Wett­fahrt wur­de ein kür­ze­rer Kurs am Start­schiff ange­zeigt – lief für uns nicht so gut und wir lan­de­ten auf Rang 12.

Gesamt­sie­ger wur­de die Crew von R1399 mit Rein­hard Hüb­ner – YCBG, Sven Diede­ring – YCW und Harald Schaa­le vom Gast­ge­ber­ver­ein TSG mit einem 1. und einem 2. Rang, vor der Crew von Tino Bal­de­wein auf R 1441. Wir beleg­ten ins­ge­samt Platz 9 und waren damit ganz zufrieden.

2022_05_01-Ergebn-Lis­te-Ali-W-Cup-RL

Nach der Sie­ger­eh­rung gab es zwi­schen Krah­nen und Abrig­gen noch Spar­gel und Schnit­zel – in die­sem Zusam­men­hang noch unser Dank an den Ver­ant­wort­li­chen und alle Hel­fer der TSG 1898 e.V. für die Orga­ni­sa­ti­on und gute Bewir­tung, auch wenn die Essens-Bestel­lung von R 1335 ver­lo­ren gegan­gen ist. Bleibt die nicht ernst gemein­te Fra­ge, ob es Zufall ist, dass es dabei aus­ge­rech­net auch unse­ren Gas­tro­no­men Sascha getrof­fen hat.